DWV-Business-Forum zu Investitionsmöglichkeiten in georgische Infrastrukturprojekte

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Beginn:
10.11.2017 | 10:00
Ende:
- 12:00
Ort:
Holiday Inn, 26 May Square 1, Tbilisi

Nachdem die georgische Regierung kürzlich milliardenschwere Infrastrukturprojekte angekündigt hat, organisierte die Deutsche Wirtschaftsvereinigung (DWV) unter Mitwirkung des Verbandes der Infrastruktur-Bauunternehmen (ICCA) eine Paneldiskussion zu den Chancen von Unternehmen, sich an den Vorhaben zu beteiligen.

In der vom Vorsitzenden des Vorstands der DWV Dr. Sascha Ternes eröffneten und von der Geschäftsführerin der ICCA Ana Sabakhtarischvili moderierten Diskussion ging Irakli Matkava, Erster Vizeminister für regionale Entwicklung und Infrastruktur, näher auf das Investitionsvolumen i.H.v. in der derzeitigen Tranche rd. 2,5 Milliarden USD ein, die im wesentlichen von internationalen Institutionen finanziert werden. Weitere Summen werden folgen.

DWV-Vorstandsmitglied und HeidelbergCement Caucasus-Chef Michael Hampel betonte, das Hauptaugenmerk bei den Infrastrukturprojekten müsse dringend auf Qualität gelegt werden. Unabhängige Proben hätten ergeben, dass beispielsweise der allergrößte Teil des in Georgien verwendeten Zements mangelhaft sei: ein Sicherheitsrisiko und zudem Ursache für ständige kostenträchtige Nachbesserungen. Als ein Indikator zur Beurteilung von Entwicklungen der lokalen Bauwirtschaft wurde im Forum auch der sog. „Kranindex“ der KPMG vorgestellt. Giorgi Darchiachvili, Stellvertretender Leiter des Firmenkundengeschäfts der größten georgischen Bank TBC plädierte an Staat und Behörden, den Bauunternehmen mehr Planungssicherheit zu geben; eine Beteiligung an Ausschreibungen mit sehr kurzen Laufzeiten sei ihnen seriös nicht möglich. Levan Dvali von Sakenergoremonti und Vorstandsmitglied der ICCA beschrieb vielfältige Kooperationsmöglichkeiten von georgischen und deutschen Unternehmen sowie die große Bedeutung des Bausektors gerade auch für die Beschäftigung in Georgien.

Die über 70 Besucher des DWV-Forums beteiligten sich mit zahlreichen Fragen an der Diskussion und nutzten im Anschluss die Gelegenheit zum Networking mit dem Ersten Stellvertretenden Minister und den anderen Teilnehmern.